Aus dem Vorwort

Aus dem Vorwort von “gavdos. eine petersburger hängung”

tante helene hatte die schwache erinnerung dass sich irgendwo im norden noch glasbilder ihres vaters befinden sollen & zwar auf einem dachboden. tante else konnte diese rudimentäre erinnerung dahingehend präzisieren dass sich die glasbilder auf dem dachboden eines hauses in seinem geburtsort wiefelstede befänden.
jahrzehnte später bei den vorbereitungsarbeiten einer retrospektive der werke meines grossvaters im heimatmuseum wiefelstede im mai 2001 berichtete mein bruder horst diese mehr als vagen informationen dem ersten vorsitzenden des heimatmuseums herrn wolfgang hase.
es verging kaum ein halbes jahr & über 60 glasbilder meines grossvaters tauchten aus der räucherkammer des riedhauses von iris oltmanns in wiefelstede-bokel wieder auf. die holzkiste in der die bilder aufbewahrt bzw. vergessen wurden war morsch geworden & zum teil zerbrochen wie auch einige der in schwarze holzrahmen gefassten glasbilder.
mein grossvater führte wohl diese exotischen bilder mit einer camera obscura in schulen & wirtshäusern vor um seine kümmerlichen einnahmen als kompromissloser künstler etwas aufzubessern.
er hatte sie wahrscheinlich kurz vor der trennung von seiner familie ende des 19. jahrhunderts bei verwandten in seinem heimatort gelagert wo sie dann über hundert jahre in vergessenheit gerieten & allerlei umwelteinflüssen ausgesetzt waren. nun sind sie wieder aufgetaucht & werden hier zum ersten mal publiziert.

 

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